Nordic Walking

Sicherlich sagt Ihnen der Begriff Walking etwas. Nordic Walking ist im Grunde nichts anderes als Walking mit Stöcken. Beim Nordic Walking, welches zu den Ausdauersportarten zählt, wird zusätzlich zum Walken auch der Oberkörper trainiert. In diesem Artikel erklären wir, für wen Nordic Walking geeignet ist und was man dabei zu beachten hat.

Woher kommt Nordic Walking?

Nordic Walking stammt aus Finnland. Es wurde erfunden, um Biathleten und Ski-Langläufern auch im Sommer eine gute Trainingsmöglichkeit zu bieten. Schritt und Rhythmus der Arme und Beine (diagonal) sind der Wintersportart Langlauf sehr ähnlich.

Nordic Walking kann im Grunde genommen das ganze Jahr über ausgeübt werden. Durch die Stöcke hat man auch bei schlechter Witterung und rutschigen Untergrund (zum Beispiel im Winter) guten Halt.

Für wen ist Nordic Walking geeignet?

Grundsätzlich eignet sich Nordic Walking für jeden. Es gilt als Einstiegssportart, als Sportart für ältere Menschen, sowie auch für Untrainierte oder Übergewichtige. Auch Reha-Patienten können vom Nordic Walking Training profitieren.

Nordic Walking ist darüber hinaus zwischen dem einfachen Walking und dem etwas stärker belastenden Jogging angesiedelt, sodass diese Sportart gut für Menschen geeignet ist, denen Walking nicht mehr anspruchsvoll genug ist, die aber durch Jogging überfordert sind oder, zum Beispiel aufgrund ihres Gewichtes, nicht joggen dürfen.

Die Ausrüstung beim Nordic Walking

Neben wetterangepasster Sportkleidung und guten Laufschuhen (spezielle Walking Schuhe wären natürlich ideal) benötigt man noch Nordic-Walking-Stöcke. Da die Sportart Nordic Walking bereits im Breitensportbereich angekommen ist, gibt es die Stöcke mittlerweile sogar in Sonderaktionen im Supermarkt zu kaufen. Ein Preisvergleich lohnt sich allemal, gerade Einsteiger benötigen zunächst keine teuren Stöcke. Es reicht darauf zu achten, dass die Stocklänge ca. 70 % der eigenen Körpergröße beträgt.

Technik ist wichtig

Um Probleme in Schulter und Ellenbogen von Anfang an zu vermeiden ist die richtige Technik beim Nordic Walking deshalb besonders wichtig. Die Koordination der Arm- und Beinbewegungen muss erlernt und so lange geübt werden, bis diese einwandfrei klappt. Ansonsten wird schnell aus den positiven Effekten des Oberkörpereinsatzes ein langwieriges Muskel- und Gelenkproblemen.

Die richtige Technik beim Nordic Walking

Die Technik beim Nordic Walking ist grundsätzlich die gleiche wie beim Walking auch. Zügiges Gehen, verbunden mit kräftigem Armeinsatz. Die Bewegung erfolgt diagonal; ist das linke Bein vorne, so ist auch der rechte Arm vorne und umgekehrt. Die Bewegung erfolgt entgegengesetzt. Der Oberkörper ist minimal nach vorne gebeugt, die Fußspitzen zeigen ebenfalls nach vorne.

Die Stöcke bewegen sich dicht am Körper und setzen hinter der Ferse des vorderen Fußes auf. Im Bewegungsablauf schwingen die Arme nach vorne bis auf Höhe der Brust, die Bewegung nach hinten wird so weit wie möglich ausgeführt. Die Stöcke werden generell locker gehalten, lediglich wenn sie auf dem Boden drücken werden sie kurz fest umgriffen.

Wir empfehlen, sich die Technik des Nordic Walking unbedingt von einem erfahrenen Läufer zeigen zu lassen und so lange in dessen Beisein zu üben, bis die Bewegungen ohne Nachdenken flüssig ablaufen.

Lauftreffs für Nordic Walking

Ebenso wie es Laufgruppen fürs Walken und Joggen gibt, gibt es auch Nordic Walking Gruppen. Achten Sie darauf, unter fachlicher Anleitung zu trainieren. Bewegungsabläufe sollten gut erklärt werden und die Gruppe auf den schwächsten Läufer Rücksicht nehmen. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie unter Umständen nach anderen Laufgruppen Ausschau halten.

Fazit

Nordic Walking ist die Steigerung des einfachen Walkings und ideal für Anfänger und leicht Fortgeschrittene. Durch den Ganzkörpereinsatz ist Nordic Walking besonders gesund und hält fit. Auch hier ist unser Rat, dass Sie vor Beginn des Nordic Walking Sports einen Arzt aufsuchen, um ihre körperliche Fitness zu bestimmen und sich die Genehmigung zum Nordic Walking einzuholen.